Einige
historische Informationen zum Archiv des VBK:
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Betreff: dpa Meldung v. Brita Janssen / v. 10.12.1996
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großem Interesse las ich den Artikel "Arbeiterporträts und Industrielandschaften" über das neue DDR-Archiv in Hamburg. Gewiß ist allzuviel Material zur Kunst der DDR bisher verlorengegangen oder auf kommerziellem Wege privatisiert worden. Überheblich ist hier nur der Halbsatz "... einzigartige Recherchemöglichkeiten zur Kunst in der DDR". Denn dies entspricht nicht den Tatsachen.
Zur Information für Interessierte (evtl. auch für Frau Wagner und Frau Brita Janssen von dpa)!
Neben Archiven in Nürnberg und Oberhausen hat der Kunstwissenschaftler-
und Kunstkritikerverband e.V. in Berlin ein umfangreiches Archiv zur Kunst der
DDR aufgebaut. Dieses Archiv mit 30 000 Katalogen, Faltblättern und Büchern
zur Kunst der DDR, über 250 lfm.
Aktenmaterial zur Geschichte des "Verbandes Bildender Künstler der DDR" und - damit verbunden - zu den überwiegenden Prozessen der Kunstentwicklung der DDR,
Osteuropas und westlichen Ländern, mit
10 000 Dias und s/w Fotos, Tondokumenten, einem umfangreichen
Die Hamburger Materialien des Kunstwissenschaftlers Lothar Lang konnte unser Archiv - aus finanziellen Gründen - ebensowenig erwerben, wie die Materialien die sich in den USA befinden. Wobei es sich bei beiden Materialsammlungen überwiegend um Dubletten handelt. Die Bewahrung, Erfassung und Aufarbeitung von Archivmaterialien hängt eben doch von finanziellen Möglichkeiten ab.
Mit freundlichen Grüßen Hans-Jörg Schirmbeck Vorsitzender des Kunstwissenschaftler- und Kunstkritikerverbandes e.V.
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Betreff: FAZ -
Artikel vom 29. 6. 1994 "Nach Santa Monica"
Der Antiquar, Jürgen Holstein, war den vier Mitarbeitern
des Kunst- und Informationszentrums von Beginn seiner "uneigennützigen
Spurensuche" an bekannt. Er selbst erzählte, daß er mit Geldern der Getty Stiftung
eine DDR -
Aus dem Bestand des jetzigen Archivs und vor allem der Galerie,
kaufte Herr Holstein zahlreiche unregistrierte, meist drei- und mehrfach
vorhandene Kataloge und Kunstbücher. Keine Materialien aus Akten,
keine Dias und keine Einzeldinge anderer Art. Jegliches Material, das sich
nicht in unserem Bestand befindet, kann nur von dritten Personen erstanden
sein. Uns wurde übermittelt,
daß seine
"Hausbesuche" bei ehemaligen Funktionären u.a. Mitgliedern des VBK
antiquarische Früchte
getragen haben sollen. Der Umfang ist uns jedoch unbekannt. Er hat mehrmals
einen Einblick in seine "Sammlung" abgelehnt. Sein
"umfangreicher" Bestand ist uns somit unbekannt. Eine
Zusammenarbeit oder zumindest ein Vergleich unserer Bestände mit
denen der Getty Stiftung wäre sehr wünschenswert.
Gewiß ist er an
persönliche Materialien
herangekommen, die uns verweigert wurden oder finanziell unerschwinglich waren.
Beiliegende Beispiele zeigen einige Aktivitäten des kkv e.V. zur Erlangung von VBK Materialien. Wir haben alle wichtigen Mitarbeiter und Funktionäre des VBK angeschrieben. Ebenso die ehemaligen Bezirksbüros und andere Einrichtungen, bei denen wir VBK Materialien vermuteten. Im Germanischen National Museum befinden sich Materialien des ehemaligen Vorsitzenden des VBK Herrn Prof. Willi Sitte. Dies wissen wir von Augenzeugen. Im Stadtarchiv Leipzig befinden sich die Materialien des ehemaligen VBK Bezirksbüros Leipzig. Ebenso in Dresden. Wobei es hierzu bisher keine konkreten Aussagen gibt. Im DDR - Institut der Ludwig-Stiftung in Aachen befinden sich gewiß ebenfalls Unterlagen, da ein hoher Funktionär des VBK dort als Kustos arbeitet.
Weiterhin sind uns Materialien des VBK in Archiven von
Museen in Dresden bekannt, die vor allem die Dresdner Kunstausstellungen und Künstlerkongresse
enthalten. Unbekannt ist jedoch der Verbleib zahlreicher Akten der ehemaligen
Bezirksbüros.
Abschließend muß gesagt
werden. In Santa Monica befindet sich vielleicht ein interessantes Archiv mit
sehr vielen zusammengetragenen Materialien unterschiedlicher Art und Weise.
Das gesamte interne Aktenmaterial des VBK der DDR lagert in unserem Archiv und
die
Hans-Jörg Schirmbeck
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PROJEKT_BIADOK_KUNST
(DFG-Antrag1992)
Der Kunstwissenschaftler und Kunstkritiker Verband e. V.
wird 1992 damit beginnen, seine
Ergänzend zu den Publikationsbeständen der
Verzeichnet sind u.a. Einzel- und Gruppenausstellungen
der betreffenden Künstler im In- und Ausland, Angaben zu einzelnen
Lebensabschnitten wie Berufsausbildungen, akademische Studien,
Meisterschülerzeiten, Arbeitsaufenthalte im Ausland, Auszeichnungen , Preise,
Äußerungen des Künstlers und Zeitungsausschnitte, Faltblätter u.a. über ihn und
sein Werk. In geringerem Maße befinden sich auch s/w Fotos einzelner
Kunstwerke, von Ausstellungseröffnungen, Porträtaufnahmen des Malers oder
Bildhauers in den genannten Unterlagen. In Korrespondenz zur
In den vergangenen 15 Jahren wurden mit Honorarmittel des staatlichen Kulturfonds ca. 10.000 Dias und s/w Fotos von Kunstwerken in Ausstellungen und auf Messen angefertigt, die zur leihweisen Nutzung angeboten werden. Gerade weil die farbigen Abbildungen genutzt werden sollen, ist die digitale Bildspeicherung der Dias unumgänglich. Diese finanziell aufwendige Konservierungsmaßnahme muß leider einem nächsten Schritt der EDV Erfassung vorbehalten bleiben. Unkomplizierter gestaltet sich momentan die Erhaltung der Tondokumente, die auf alten Bändern und Kassetten erhalten sind und nun auf digitales Bandmaterial übertragen werden. Hierbei handelt es sich um Mitschnitte von Diskussionen, Kongressen, Symposien und anderen Veranstaltungen. Alles bisher genannte historisch wertvolle Material muß inhaltlich aufgearbeitet und in eine automatisierungsgerechte Struktur gebracht werden, um damit wissenschaftlich arbeiten zu können.
Zeitgemäß scheint das Interesse an der vierzigjährigen
Kunstentwicklung in der DDR vor allem bei Kunstwissenschaftlern, Kunsthistorikern
und Studenten dieser Fachrichtungen aus den alten Bundesländern größer zu sein
als bei ihren östlichen Kollegen. Zahlreiche Aspiranten, Studenten und
Wissenschaftler arbeiten momentan in der
-Das Wandbild in der Kunst der DDR in den 50er Jahren
-Expressionismusrezeption in der DDR und expressive Tendenzen in der DDR-Kunst
-Denkmäler in der DDR
-DDR-Kunst der 80er Jahre/Sowjetische Kunst der 50er Jahre
-Die Geschichte des Verbandes Bildender Künstler der DDR
Ziel der oben genannten Automatisierung dieser Bestände
der
Ursula Leuchte; Hans-Jörg Schirmbeck
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kunstwissenschaftler- und kunstkritiker-verband e.v.
k.k.v. Inselstraße 12 O -1020 Berlin - Telefon 279 35 66 - Fax 279 30 76
Antrag auf Förderung des Projektes
ARCHIV ZUR KUNSTGESCHICHTE UND KUNSTPOLITIK DER DDR
IN DEN JAHREN 1950 BIS 1990
Sacherschließung, Ordnung und Systematisierung der Bestände des ehemaligen Verbandes Bildender Künstler der DDR und Aufbau einer Datenbank für die wissenschaftliche Forschung und öffentliche Benutzung
Antragsteller
Antragsteller und ideeller Träger des Projektes ist der Kunstwissenschaftler- und Kunstkritiker-Verband e.V.(nachstehend KKV).
Vorsitzender: Herr Hans-Jörg Schirmbeck
Zweck des KKV, dessen Gemeinnützigkeit mit Vorläufiger Bescheinigung des Finanzamtes für Körperschaften I vom 22. Dezember 1992 anerkannt ist, ist die umfassende Förderung von Kunst und Kunstverständnis in der Öffentlichkeit.
Dies geschieht (satzungsgemäß) durch
1. die Galerie INSEL 13 mit ihren Kunstausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Kolloquien,
2. die in erster Linie auf Literatur zur Kunst der
DDR und Osteuropas spezialisierte
3. die Diathek zur bildenden Kunst der DDR 1950 - 1989 (Bestand: ca.10000 Dias und Diaserien, darunter auch Serien zu den großen Kunstausstellungen VI bis X in Dresden und Bezirkskunstausstellungen der 70er und 80er Jahre) und
4. die Dokumentation ( ein Foto- und
5. das Archiv des ehemaligen Verbandes Bildender Künstler der DDR, das der KKV übernommen hat. Die Archivmaterialien (ca. 120 laufende Meter Aktenordner sowie Tondokumente und unveröffentlichte Manuskripte - Kongreßberichte, Interviews und Tagungsprotokolle - aus der Zeit von 1945 - 1989) befinden sich in einem Zustand, der einer umfassenden und gründlichen Aufarbeitung bedarf.
Beschreibung des Projektes
1. Die besondere Bedeutung der dem KKV gehörenden
Materialien liegt zum einen in
2. Das Ziel des Projektes ist es, dieses
umfangreiche Material zu erhalten, zu ordnen und zu systematisieren, sodaß es
in vollem Umfange der öffentlichen Benutzung und über Datenbanken im Rahmen des
öffentlichen
3. Nach Abschluß des Projektes wird über die
Weiterführung zu entscheiden sein, d.h. ob
Verhandlungen mit dem Senat und der Stiftung Archive der Akademie der Künste über Einbringung im Laufe des Jahres 1994 sind im Gange.
4. Die Sicherung und Weiterführung der Galerie über den 31. März 1993 hinaus bedarf einer gesonderten Betrachtung. Angaben zur Galerie werden hier nur informatorisch gemacht.
Stand der bisherigen Arbeiten
Mitarbeiter des Projektes
Geschäftsführerin und Projektleiterin:
Frau Dr. Gudrun Urbaniak
Diathek, Dokumentation (Fotos, Videofilme, Tondokumente, Zeitungsausschnittdienst u.a.) und BIADOK:
Herr Hans-Jörg Schirmbeck
Archiv des ehemaligen VBK der DDR: Herr Hartmut Pätzke
Galerie INSEL 13: Frau R. Kopowski und zwei weitere ABM.
Sicherung vor Untergang; Unterbringung in neuen Räumen
Bei der Auflösung des Verbandes Bildender Künstler
der DDR drohten die gesamten Materialien - ähnlich wie Bestände mancher
Bisherige Förderung
Die Mittel des KKV sind für eine dauerhafte
finanzielle Absicherung des Projektes völlig unzureichend. Fachleute des
Senators für kulturelle Angelegenheiten, des Bundesministeriums des Innern
(BMI), der Akademie der Künste und des Deutschen
So wurden bisher folgende Fördermittel gewährt:
1. von der Stiftung Kulturfonds DM 50000.-- als Zuschuß zum Haushalt und zu Sachkosten (1. Halbjahr 1991),
2. vom BMI (Hauptabteilung K, Referat K II 4 im Rahmen des Substanzerhaltungsprogramms) DM 133000.-- teilweise als Zuschuß zum Haushalt, überwiegend für Investitionen (2. Halbjahr 1991) und DM 57000.-- als Zuschuß für Investitionen (2. Halbjahr 1992),
3. vom Senator für kulturelle Angelegenheiten (Ref. Archive) DM 20000.-- als Druckkostenzuschuß für das Archiv-Jahrbuch und
4. vom Arbeitsamt I Mitte Finanzierung von 7
zweijährigen ABM-Stellen, davon 6 ABM bis zum 31. März 1993 (Projektleiterin,
ein wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Erreichter Stand (Ende Januar 1993)
Für die alten Bestände der
umgewandelten Bezirksverbänden des ehemaligen VBK und Nachlässen von Kunstwissenschaftlern sind grob sortiert.
In der Diathek und Dokumentation sind ein Drittel der Materialien identifiziert, alphabetisch und sachlich geordnet. Für das Programm BIADOK werden 1000 Einträge für die Testphase bis Ende März vorbereitet.
Im Archiv ist ein Viertel des Bestandes geordnet.
Gegenstand des Antrages
Zur vollständigen Realisierung des Projektes sind folgende Arbeiten erforderlich:
1. Einrichtung eines integrierten
rechnergestützten
a) für die Erfassung des
Kataloges der
b) für die Herstellung eines Gesamtregisters der Dokumentation und des Aktenarchivs des ehemaligen VBK,
c) für die Vernetzung von a) und
b) mit dem Datensystem der wissenschaftlichen
d) für Textkatalogisierung und Dokumentation.
Die Testphase des Programms wird am 1. April 1993
beginnen. Sie wurde vom KKV in Zusammenarbeit mit der Original-Lieferfirma des
Computers - DYNIX Automated Library Systems (Cataloging, Public Access and
Circulation modules) -, dem Institut für Terminologie und angewandte
Wissensforschung - itaw GmbH - (Herr Dr.Ing.Hradetzky und Herr Dr.Sträter), dem
Über das Projekt und seine Zielsetzung wurde in
einem Aufsatz unter dem Titel "BIADOK" im "
2.
3. Diathek: Identifizierung, Sacherschließung und katalogmäßige Erfassung der noch ungeordneten Teile der Diathek (etwa zwei Drittel des Bestandes) und Aufbereitung für die Eingabe in die EDV (Künstler, Werk, Schlagwort).
4. Dokumentation und Archiv: Sacherschließung, Ordnung und Systematisierung der Dokumentation (bio- und bibliographische Daten, Fotos, Zeitungsausschnittdienst) und des Aktenarchivs, Herstellung eines Gesamtregisters (Chronologie, Personen-, Orts-, Stich - und Schlagwortregister) und Aufbereitung zur Eingabe in die EDV.
Gewünschter Förderungszeitraum:
1.April 1993 bis 31.März 1995
Berlin, den 8.Februar 1993
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Unwiederbringliches Quellenmaterial zur Kunstgeschichte der DDR befindet
sich im Archiv des Verbandes Bildender Künstler der DDR. In den 1991 durch den Kunstwissenschaftler- und Kunstkritiker-Verband
e.V. gesicherten Akten, Publikationen, Fotos und Tonmaterialien des
Verbandes spiegelt sich die Geschichte dieser 1950 gegründeten und 1990 selbst
aufgelösten Künstlervereinigung wider. Seine Bedeutung erwuchs vor allem aus
der für freiberuflich tätige Künstler existentiell notwendigen Mitgliedschaft im
VBK. Diese Vertretung der Künstler in der DDR mit etwa 6000 Mitgliedern umfaßte
Fachsektionen für Malerei und Grafik, Plastik, Karikatur und
Der Fotosammlung angegliederte Dia und Fotobestände des Verbandsarchivs dokumentieren darüber hinaus die ausgestellten Werke u.a. der "Dresdner Kunstausstellungen" von 1958 bis 1988.
Bitte beachten Sie :
Die Trägerschaft des Archivs des k-k-v e.V. hat sich 1994 geändert. Die
gesamten Materialien des VBK - Archivs befinden sich nun in der Stiftung Archiv
der Akademie der Künste. [e-mail: archivbildendekunst@adk.de;
Web-Seite: www.adk.de -----------------------------------